Zwei österreichische Skibergsteiger, zwei unterschiedliche Geschichten. Wir haben uns mit Paul Verbnjak, 19, und Armin Höfl, 32, getroffen. Während Paul in der vergangenen Saison zweifacher Weltmeister in der U20 wurde und in der kommenden Saison das erste Mal bei der Elite an den Start geht, lag bei Armin der Fokus auf seinem Comeback nach einer langen Verletzungspause. So unterschiedlich die Voraussetzungen waren, beide setzten in der Vorbereitung auf die kommende Saison auf den Atemmuskeltrainer Idiag P100.

Danke für eure Zeit heute. Ihr konntet beim ersten Testrennen des ÖSV gleich Siege einfahren. Wie fühlt ihr euch?

Armin Höfl: Die Testrennen liefen besser als erwartet. Es ist noch sehr früh in der Saison und die richtig intensiven Einheiten fehlten bisher im Training, weshalb ich nicht genau wusste, wo ich formmässig stand. Ich konnte zwar gut trainieren, aber die Umsetzung im Wettkampf ist immer eine andere Geschichte. Ich bin sehr glücklich, bei der Elite von Österreich auf diese Weise den Einstieg wieder zu finden.

Paul Verbnjak: Mir geht’s ähnlich wie Armin. Ich wusste, dass ich körperlich auf einem super Niveau bin, das habe ich bei den Intervalleinheiten zuletzt schon gesehen. Bei den Testrennen hab ich mich dann auch gut gefühlt, speziell beim Sprintrennen. Beim Vertical hab ich mich auch super gefühlt, hatte dann aber etwas Pech mit den Fellen und es waren schwierige Verhältnisse. Jetzt freue ich mich aber auf die Herausforderung bei den Eliten.

Infobox Skibergsteigen 

Wettkampf-Skibergsteigen, kurz Skimo (von Skimountaineering) stammt vom herkömmlichen Skibergsteigen ab. Die Sieger werden in verschiedenen Disziplinen erkoren, bei denen über eine vorgegebene Strecke Aufstiege, Abfahrten und auch Tragepassagen gemeistert werden müssen. Das IOC hat die rasch wachsende Sportart dieses Jahr zur olympischen Disziplin ernannt, die 2026 Teil der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina D’Ampezzo sein wird.

Ihr sprecht interessante Punkte an. Paul, Du hast die Bewährungsprobe bei den Eliten vor Dir. Armin, für Dich steht das Comeback nach schwerer Verletzung (Oberschenkelhalsbruch) im Fokus. Habt ihr an eurer Vorbereitung auf dieses Jahr etwas anders gemacht als sonst?

Armin Höfl: Neben einem Trainerwechsel war der grösste Unterschied zu anderen Jahren, dass ich im Frühjahr noch sehr viel allein trainieren musste. Meine Form war schlichtweg noch nicht gut genug, um mit den anderen Topathleten mithalten zu können. Ab August war ich dann in der Lage, die Vorbereitung wie gehabt durchzuführen.

Paul Verbnjak: Bei mir gab es keine grossen Änderungen. Da das letzte Jahr sehr erfolgreich war, habe ich mich wieder ähnlich vorbereitet. Ich war viel auf dem Rad unterwegs und hab ein paar Läufe gemacht. Schon seit einem knappen Jahr fokussiere ich auch mehr auf die Oberkörperkraft. Die wird bei in unserem Sport häufig vernachlässigt. Neu hinzugekommen ist das Training mit dem Idiag P100. Ich hatte in der vergangenen Saison immer wieder Probleme mit dem Zwerchfell und will diese mit Atemtraining aktiv angehen.

Das wollen wir natürlich genauer wissen – wie seid ihr beide auf das Atemmuskeltraining aufmerksam geworden?

Paul Verbnjak: Ich habe den Idiag P100 das erste Mal auf Nino Schurters Instagram Account gesehen und habe mich mit meinem Trainer darüber unterhalten, ob das Gerät auch etwas für mich sein könnte. Er ist sehr wissenschaftlich interessiert und hat entsprechende Studien zum Atemmuskeltraining gelesen. Wie erwähnt hatte ich Zwerchfellprobleme und wir sahen den Idiag P100 als gutes Gerät um dabei Abhilfe zu schaffen. Bislang bin ich sehr zufrieden und es sieht so aus, als wären die Probleme weg – noch steht allerdings der wahre Belastungstest in den Weltcuprennen bevor.

Der zweifache Juniorenweltmeister Paul Verbnjak setzt seit seit Sommer 2021 den Idiag P100 in der Saisonvorbereitung ein.

Armin Höfl: Bei mir war es der enge Kontakt mit Paul. Ich habe bei ihm gesehen, wie er das Gerät einsetzt. Nach etwas eigener Recherche war mir klar, dass ich unbedingt auch mit dem Gerät trainieren will, um meine Atemmuskulatur und meine Lungen zu stärken.

Wie läuft das Training mit dem Idiag P100? Wann und wie oft trainiert ihr eure Atemmuskulatur?

Armin Höfl: Wir haben schon alles Mögliche ausprobiert. Ich hatte einmal unmittelbar vor einer Trainingseinheit auf dem Gletscher ein intensives Ausdauertraining mit dem Idiag P100 gemacht – keine gute Idee. (lacht) Ich spürte sofort, dass meine Atemmuskulatur bereits stark ermüdet war. Inzwischen habe ich gemerkt, dass ich das Training mit dem Idiag P100 am besten an den Tagen einbaue, an denen ich sonst keine grossen Belastungen habe.

Setzt den Idiag P100 ein, um an seinem Comeback nach einem Oberschenkelhalsbruch zu arbeiten: Armin Höfl.

Paul Verbnjak: Im Moment ist unser Trainingsplan ziemlich voll mit intensiven Einheiten, Intervalls und auch Testrennen. Danach folgen auch schon die Rennwochen. Der Idiag P100 kommt daher weniger zum Einsatz als noch im Sommer. Ich habe dort zwei bis dreimal die Woche ein Ausdauertraining absolviert.

Was ist euer Hauptziel beim Training mit dem Idiag P100?

Armin Höfl: Die Leistungssteigerung liegt bei mir klar im Fokus und ich bin sicher, dass das Training mit dem Idiag P100 seinen Teil dazu beiträgt. Im Moment verwende ich vor allem den Ausdauermodus des Geräts und bin gespannt, was ich mit dem Intervallmodus noch erreichen kann.

Paul Verbnjak: Bei mir sieht es ähnlich aus. Die Leistungssteigerung ist natürlich zentral, aber genauso wichtig ist es, dass ich meine Zwerchfellprobleme in den Griff bekomme. Da bin ich aufgrund der bisherigen Ergebnisse aber schon sehr zuversichtlich.

Vielen Dank für den Austausch! Wir werden mit grossem Interesse die kommende Saison verfolgen und drücken im Skisport ausnahmsweise auch mal unseren Nachbarn aus Österreich die Daumen 😊 Gute Vorbereitung weiterhin und viel Erfolg euch beiden!

Das Interview wurde am 2. Dezember 2021 geführt.