Das Wunder mit dem SpiroTiger

Beitrag im Magazin Sprechstunde Doktor Stutz Ausgabe Nr. 6 / 2019

Herzoperationen und Morbus Bechterew zwingen ihn nicht in die Knie. Mit dem SpiroTiger kann Erich Weniger wieder so leicht atmen wie früher.

Er wäre der geborene Spitzensportler gewesen. Wäre. Denn er ist nicht gesund. Erich Weniger, 71 , aus Elsau ZH ist mit einem Herzklappenfehler zur Welt gekommen. Herausgefunden haben dies die Ärzte erst mit 40. Und: Erich Weniger hat Morbus Bechterew, eine unheilbare Krankheit, bei der die Wirbelsäule mit der Zeit verkalkt und unbeweglich wird. Mit 18 kamen die ersten Symptome. Trotz Rückenschmerzen und regelmässiger Physiotherapie musste er 50 Jahre auf die Diagnose warten.

Ohne die Handicaps zu kennen, hat Erich Weniger Sport getrieben. Im Militär wär er bei den Gebirgstruppen, mit 22 fing er an wettkampfmässig Langlauf zu machen, lief am Engadin Skimarathon mit, bewältigte auch mit dem Rennvelo jegliche Hügel. Immer fand man ihn im ersten Viertel der Ranglisten. Nur für die Spitzenplätze reichte es nie, denn Erich Weniger wurde von seinen Beschwerden ausgebremst.

„Bei längeren Steigungen wurde mir schwindlig und kötzelig, ob auf Skiern oder auf dem Velo. Mir fehlte die Luft, und wenn ich anhielt, wurde mir schwarz vor Augen. Ich glaubte, mehr trainieren zu müssen. An die spätere Diagnose Herzinsuffizienz dachte ich nie im Leben. Bis mir die Ärzte nach einem weiteren Zwischenfall beim Wandern den Leistungssport verboten. Aneurysmen-Probleme in der Bauchaorta und in den Kniekehlen bremsten mich zusätzlich.“

Erst ein Vorhofflimmern mit 67 zeigte das wahre Ausmass seines Herzleidens. Ablationen halfen, doch das Problem mit dem fehlenden Sauerstoff bei Steigungen blieb. „In dieser Zeit stellte man auch die Diagnose Morbus Bechterew. Weil ich den Schmerzen der Verkalkung ausweichen wollte, begann ich oberflächlich zu atmen und lief ganz schief herum. Nach einer Herzklappenoperation monierten die Ärzte in der Reha mein zu kleines Lungenvolumen. Kein Wunder, drei Brustwirbel und zwei Halswirbel waren unbeweglich, und selbst die Rippen begannen schon zu verkalken. Ich wollte aktiv etwas dagegen tun und besorgte mir den SpiroTiger, von dem ich bei Doktor Stutz nur Gutes gelesen hatte.“

Erst schaffte Erich Weniger nur eine Minute, dann Pause, dann wieder eine Minute. „Es war sehr anstrengend, doch ich blieb hartnäckig, erhöhte auf zwei Trainings an zwei Tagen pro Woche. Verlängerte mit der Zeit auch die Trainingsintervalle. Es ging immer besser. Nach wenigen Wochen konnte ich tief aus dem Bauch und Rücken heraus atmen. Die ganze untere Muskulatur wurde gedehnt, die Rippen sind wieder beweglich. Mein Lungenvolumen vergrösserte sich und das Atmen fällt mir mittlerweile wieder so leicht wie in meiner Aktivzeit. Ich spüre, wie meine Lungenflügel richtig gut durchlüftet werden. Es ist ein super Erfolg. Und dann bekam ich nach vier Monaten das Aufgebot zum erneuten Lungentest. Die Ärztin fiel aus allen Wolken. Mein Lungenvolumen hatte sich von 2 auf 2.8 Liter vergrössert.“

Erich Weniger macht weiter mit Sport und SpiroTiger. „Seit einem Jahr geht es mir wieder gut. Ich wandere und mache Nordic Walking. Velofahren geht wegen der Halswirbelsäule nicht so gut, aber ganz aufhören werde ich auch damit nicht.“

Den Original Artikel finden Sie hier.

2019-12-03T10:22:32+01:00